Das Wort Schamane passt nicht ganz. Es kommt aus Sibirien, aus einer anderen Tradition. In den Anden nennt man uns Paqo — einen initiierten Heiler, der mit dem Energiefeld der Erde und der Menschen arbeitet. Wer das versteht, versteht auch, warum eine schamanische Reise nach Peru etwas anderes ist als Tourismus.
Es geht nicht darum, etwas zu sehen. Es geht darum, etwas zu begegnen.
Ein Paqo in der andinen Tradition arbeitet nicht mit Pflanzenmedizin im westlichen Sinne. Die Arbeit geht anders. Sie geht über das Energiefeld — über das Lesen der Zeichen, das Öffnen von Portalen, die Kommunikation mit den Apus (den Berg-Spirits) und die direkte Arbeit an den Energieschichten des Menschen.
Das klingt abstrakt. Wer in dieser Arbeit war, weiß: es ist das Gegenteil von abstrakt.
In einer Zeremonie auf 4500 Metern, umgeben von Gletschern, mit einem Apu, der seit Jahrtausenden dort steht — passiert etwas, das zu Hause, im Therapiesessel, in Jahren nicht passiert wäre. Die Energie des Ortes arbeitet mit. Der Heiler ist nicht allein.
Ich bin kein Selbsternannter. Die Arbeit, die ich mache, kommt aus meiner Linie — aus der Tradition der Lupaca, einer der ältesten andinen Kulturen. Meine Großeltern haben mir das Erste beigebracht. Meine spirituellen Lehrer — Paqos, die ihrerseits von Paqos gelernt haben — haben das Wissen vertieft. Das nennt man Initiation: nicht ein Kurs, nicht ein Zertifikat. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch, Linie zu Linie.
Auf den Reisen nach Peru arbeite ich mit Ricardo und Huica Picchu zusammen. Beide aus der Quero-Region, beide in ihren eigenen Linien initiiert. Das Wissen, das sie tragen, ist nicht aus Büchern. Es ist das, was sie täglich leben.
Wir beginnen in Cusco auf 3000 Metern. Die erste Nacht ist bereits anders — der Körper reagiert auf die Höhe, auf die andere Frequenz der Luft, auf das Licht, das sich anders anfühlt. Das ist keine Einbildung. Es ist die Anpassung an eine andere Wirklichkeit.
Dann gehen wir zu den Portalen. Jeder Portal ist anders. Der Mondtempel reinigt die weibliche Energie — in Frauen und in Männern. Die höheren Orte auf 4000 und 5000 Metern haben andere Kapazitäten: sie lösen Fremdenergie, sie aktivieren die inneren Energiezentren, sie verbinden uns mit dem Ahnenstrom.
Jede Zeremonie wird vorbereitet. Die Gaben, die Sprache, die Erlaubnis zu fragen. Was dann passiert, ist nicht vorhersehbar — und gleichzeitig zeigt sich, was gezeigt werden muss. Kondore, die kommen wenn die Gruppe still wird. Regenbögen, die erscheinen, wenn eine Reinigung sich schließt. Ein Tornado, der sich auf unsere Hütten zubewegt und kurz davor abbiegt. Das erlebt man. Das erzählt man dann.
Es ist kein Abenteuerurlaub. Es ist kein Yogaretreat mit Andenkulisse. Es ist keine Enttoxikation, kein Therapieprogramm.
Es ist eine Reise mit Absicht. Wer kommt, bringt etwas mit — eine Frage, ein Muster, eine Schwere, die sich schon lange nicht mehr lösen ließ. Die Berge, die Zeremonie, die Gruppe — sie arbeiten mit dem, was man bringt.
Manche kommen und wissen nicht genau, warum. Meistens ist das auch in Ordnung. Der Ort weiß es. Und was kommen soll, kommt.
Ich begleite die Reise als Paqo — nicht als Reiseführer, nicht als Veranstalter. Das macht einen Unterschied. Ich kenne die Orte nicht aus der Distanz. Ich kenne sie aus Jahren der Arbeit, aus Zeremonien bei jedem Wetter, aus Verbindungen zu den Spirits dieser Orte, die über Nützlichkeit hinausgehen.
Die schamanische Reise nach Peru, die ich begleite, ist auf 7 bis 8 Tage angelegt. Kleine Gruppe — damit die Arbeit tief gehen kann. Keine Massentourismus-Route. Die Orte, die wir aufsuchen, kennt man nicht aus Reiseführern.
Wenn du diesen Ruf kennst — diese Neugierde, die sich nicht logisch begründen lässt — findest du alle Informationen auf der Peru-Reise-Seite.