„Energieheiler werden" — diese Suche geben viele Menschen ein, die spüren, dass sie mit Energie arbeiten wollen. Manche wollen anderen helfen. Manche wollen zuerst sich selbst verstehen. Beides ist ein guter Anfang.
Nur ist der Weg dorthin oft anders, als man denkt.
Energieheiler wird man nicht durch ein Zertifikat. Ein Wochenendkurs kann dir eine Methode zeigen. Aber die Fähigkeit, mit dem Energiefeld eines Menschen zu arbeiten, entsteht nicht aus einer Urkunde.
In der andinen Tradition gibt es kein „fertig". Auch ich lerne weiter. Die Medizin ist lebendig, sie bewegt sich, und sie zeigt dir immer wieder neue Ebenen. Wer glaubt, er sei am Ziel, hat meist aufgehört hinzusehen.
Energetisch zu arbeiten heißt zuerst: sehen lernen. Die Energie eines Menschen, seine Schwere, seine Muster, das, was sich in seinem Feld hält.
Und hier liegt ein wichtiger Unterschied. Viele Methoden wollen die schwere Energie schnell entfernen — herausziehen, reinigen, weiter. In der Energiemedizin der Anden lernst du, in der schweren Energie das Licht zu sehen. Sie mit Respekt zu behandeln. Von ihr zu lernen, bevor du etwas bewegst. Denn aus der Schwere kommt oft die tiefste Medizin.
Diese Arbeit liegt nicht im logischen Verstand. Der Verstand will einordnen und kontrollieren — und genau das tritt hier in den Hintergrund. Deshalb ist es ein Prozess. Du wächst hinein, Schritt für Schritt.
Du brauchst dafür keine besondere Begabung. Du brauchst die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen — auch auf das, was in dir selbst noch schwer ist. Wer sich selbst begleiten kann, kann auch andere begleiten.
Ich gebe diesen Weg in der Ausbildung in andiner Energiemedizin weiter. Neun Monate, online, Schritt für Schritt — kein Sortieren von Energien, sondern das Erlernen einer lebendigen Medizin, so wie ich sie aus meiner Linie, der Tradition der Lupaca, empfangen habe.
Wenn du spürst, dass dich dieser Weg ruft, ist das oft schon der erste Schritt. Nicht der Kopf entscheidet das. Das Herz weiß es meistens vorher.
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